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Donnerstag, 11. Dezember 2008 11:07 Uhr

Social Networks Dickicht

Von Daniel 0 Kommentare
StudiVz, Facebook und WkW: Die Verwirrung ist komplett!
StudiVz, Facebook und WkW: Die Verwirrung ist komplett!

Letztes Jahr war alles noch easy: Die Fotos von der gestern Nacht finde ich im StudiVz. Dann wird erst mal lustig loskommentiert und auf die Profile der abgebildeten Personen verlinkt. Und auf einmal ging es los: Erst war Studi/MeinVz böse (ui, neue Datenschutzbedingungen) und dann sogar noch gefährlich (uiui, die Personaler gucken da ganz genau). Und schnell konnte man den Anonymisierungstrend beobachten - die Leute fingen an, ihre Profilseiten für Besucher zu sperren, aus dubiosen Spaßgruppen auszutreten, ihren Namen unkenntlich abzukürzen und neue Fotoverlinkungen zu verbieten.

Wenn ich heute auf "meine Freunde" klicke, geht teilweise das Rätzelraten los: Wer war nochmal Stefan S. oder Mark 0.? Und warum haben die als Avatar nicht mehr ein Foto von sich selbst? Erst über die gemeinsamen Freunde gelingt es, die Person wieder einzusortieren. Und zu allem Überdruss ist StudiVz in meinen Augen auch technisch immer schlechter geworden. Oder macht dieses komische AJAX-Fotoalbum bei Studi jemandem Spaß in der Bedienung?

Aber was ist gleichzeitig noch passiert? Auf einmal verteilen sich die User im Netz auch noch auf andere Networks. Nach meinem Empfinden sind das aktuell vor allem Facebook und WkW. Facebook überzeugt durch einen Top-Funktionsumfang und zahllose Möglichkeiten. Gerade den Newsticker auf der Startseite finde ich phantastisch - bei Studi musste man immer jeden Punkt einzeln nach Neuigkeiten durchklicken, hier hab ich alles auf einen Blick. Auch die Fotofunktion finde ich um Mengen besser in der Handhabung. Einen Gegenentwurf zur Funktionsvielfalt von Facebook liefert WkW. WkW ist so simpel gestrickt und aufs Wesentliche konzentriert, dass hier plötzlich auch ein ganz neuer Nutzerkreis mit angesprochen wird. Z.b. meine Eltern sind auch in Wkw, was aber auch wieder ganz neue Herausforderungen mit sich bringt. Ich muss überlegen, was ich einstelle und zulasse, damit es auch tauglich für eine Diskussion auf der nächsten Familienfeier ist. So, und zack haben wir gleich drei Social Networks, zwischen denen man sich hin und her bewegt und sich fragt: Wo lade ich denn meine Fotos nun hoch?

Zusammenfassend kann man bei diesem Thema echt sagen: Früher war alles besser. Studi war Standard und dort gabs die prallsten Gruppendiskussionen, die lustigsten Profilseiten und die besten Fotos. Und heute? Alles viel komplizierter...

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