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Montag, 10. September 2007 23:28 Uhr

Open Logo Project Reloaded

Von Inga 0 Kommentare
olp1_6.jpg

Beinahe wäre diese Info doch glatt an mir vorbei gegangen: nach erfolgreichem erstem Open Logo Project vergangenes Jahr hat Spreadshirt seit Ende August eine Neuauflage der Aktion gestartet. Das OLP 1.6 soll helfen, die Neuausrichtung von Spreadshirt in Richtung Modelabel besser nach außen zu transportieren. Und nein, solche Projekte sollen jetzt nicht jährlicher Standard bei dem Shirt-Label werden, sondern diese zweite Runde - so wünscht man es sich zumindest - soll auch die letzte sein.

Die Resonanz ist wie schon beim ersten Contest zufrieden stellend groß, so schreibt ami heute: „we received more than 270 entries (to be exact 271)…“

Jedes andere Unternehmen müsste eine Menge Schotter bei diversen Agenturen lassen, um annähernd auf diese Zahl zu kommen. KLar ist auch Ausschuss dabei, aber die guten Ideen zum kleinen Preis überwiegen dann halt doch... und da sind sie wieder - die Vorteile des Web2.0!

Montag, 23. Juli 2007 23:03 Uhr

Was ist Open Source Marketing?

Von Nikita 0 Kommentare

Ich wildere einfach mal in Ingas Revier und verlinke ganz frech dieses schöne PDF das sich ganz der Frage widmet: Was ist Open Source Marketing?

Mittwoch, 27. Juni 2007 22:06 Uhr

Bom Chicka Wahwah - made by YOUsers

Von Inga 0 Kommentare
Axe.jpg

Wie User Generated Advertising - Aktionen daneben gehen können, wenn die Anforderungen bzw. die Ansprüche der Community bereits zu hoch geschraubt sind, sieht man meiner Meinung nach gerade ganz deutlich an der Aktion von Axe: „You Bom Chicka Wahwah"

Wo die Fernsehspots ja echt lustig und gut gemacht sind (ja, ich weiß, Nikita findet sie blöde), da scheitern die Nutzer ganz eindeutig zu sehen auch am Publikumsvoting (für alle, die ihrer eigenen Meinung nicht trauen ;) an der Umsetzung des Claims im selbst gedrehten Video. Mann, sind die alle schlecht gemacht...

Die Ideen sind teilweise ja echt nicht schlecht, aber die schauspielerische Umsetzung und Kameraführung - hallo?!?? - das könnt ihr doch besser, oder?

Sonntag, 13. Mai 2007 21:53 Uhr

Open Source zum Frühstück

Von Inga 0 Kommentare
mymuesli.jpg

Für jeden, der keinen Bock hat auf die klassischen und mit Zusatzstoffen gespickten Frühstücksmüslis aus dem Supermarkt haben drei Jungs aus Passau jetzt die Lösung ins Netz gezaubert: bei mymuesli.com kann man sich einfach ratzfatz sein Lieblingsmüsli zusammenbasteln - Äpfel, Bananen oder doch lieber Chocopops? - alles bio versteht sich! - branden und in einem stylo Design gleich Dosenweise bestellen.

prima Idee... wenn ich das direkt bei meinem Supermarkt um die Ecke so machen könnte, wie bsp. bei Tee zum selber abfüllen, fänd ich das allerdings noch viel besser, denn dann könnte man sich die Versandkosten von doch immerhin 3,90 Euro sparen ;o)

Alles in allem ne gute Sache und mal wieder ein tolles Beispiel für angewandtes Open Source Marketing.

Donnerstag, 5. Oktober 2006 14:14 Uhr

Endlich online - meine Diplomarbeit

Von Inga 0 Kommentare

Die Zeit des langen Wartens ist vorbei!

Nachdem ich bereits zahlreiche Mails bekommen habe, wann denn nun endlich meine Diplomarbeit im Netz stünde und ich den Kampf gegen Creative Commons nach langem Hin und Her mit ein paar Kniffen (Dank hier mal wieder an Nikita, meinen allzeit bereiten Computersupport ;) gewonnen habe, steht mein „Lebenswerk“ nun hier zum Download zur Verfügung.

Aber worum ging´s eigentlich nochmal?

Um eine kritische Betrachtung des Open Source Marketing Konzeptes

Ziel meiner Arbeit war vor allem, das Thema Open Source Marketing auch für den Laien verständlich zu beleuchten:

  • Was ist OSM?
  • Warum kommt es zu dieser Bewegung und warum funktioniert sie?
  • Wie kann ich OSM in den Bereichen des klassischen Marketing einsetzen?
  • Welche Instrumente gibt es, um OSM umzusetzen?
  • Welche Vorteile, aber auch Nachteile können sich aus einem OSM-Konzept ergeben?
  • Und last but not least: Worauf muss man achten, bei der Konzeption eines OSM Projektes?

Nun aber alle Interessierten viel Spaß bei der Lektüre - Feedback ist natürlich jederzeit gerne willkommen ;)

Mittwoch, 6. September 2006 20:37 Uhr

Open Source im Alltag - die Show des Freien Wissens

Von Inga 0 Kommentare

Am 16. September findet in der Columbiahalle, Berlin, die erste Show des freien Wissens statt. Eine Veranstaltung, die sich mit dem Thema Open Source und Consumer Generated Media vor allem in konsumentennahen Bereichen befassen möchte: u.a. Musik, Kunst, Film, Games und Infrastruktur. Das Konzept baut vor allem darauf, Open Source auch für den Laien greifbarer und verständlicher zu machen.

„… nicht in Diskussionsrunden und Panels, sondern so, dass man sich auch dann nicht langweilt, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat.“
- so die Erklärung auf der Website.

Wer sich schlau machen möchte schaut sich am besten die Website an oder liest das Interview mit dem Organisator Matthias Spielkamp auf jetzt.de.

Sonntag, 3. September 2006 16:20 Uhr

Kurzer Gedanke über den Mangel an Bekanntheit von OSM

Von Inga 0 Kommentare

Jetzt, da ich mein Studium beendet habe, befinde ich mich also in der Bewerbungsphase. Auf der Suche nach einem Job, der zum Einen meinen eigenen Vorstellungen entspricht zum anderen Anforderungen hat, die ich in der Lage bin zu erfüllen, habe ich nun schon einige Agenturen angeschrieben und durfte mich auch schon an der ein oder anderen Stelle vorstellen.

Was mir dabei in Bezug auf das ganze Thema Open Source Marketing aufgefallen ist: den allerwenigsten ist diese Thematik ofensichtlich überhaupt geläufig. Ich hätte eigentlich gedacht, dass zumindest im Umfeld der New Media Agenturen das Thema Open Source Marketing bereits durchgedrungen ist und vielleicht auch hier und da Anklang gefunden hat. Aber offensichtlich weit gefehlt... schade eigentlich, denn das Thema ist doch nun wirklich ein interessantes und spannendes Feld, in dem sich noch viel ausprobieren lässt.

Nun, vielleicht sickert die Erkenntnis noch durch. Vielleicht ist die Nachfrage von Kundenseite auch einfach noch nicht groß genug…

… abwarten - Tee trinken - weiter brav Bewerbungen schreiben.

Donnerstag, 29. Juni 2006 21:19 Uhr

Opel macht Open Source Marketing

Von Inga ein Kommentar

Opel hat in Zusammenarbeit mit den Viral Marketing Spezialisten von trnd eine Open Source Kampagne gestartet, über das neueste Modell des Opel Corsa promotet werden soll.

Auf dem eigens für diese Aktion eingerichteten Blog posten derzeit sowohl .rob von trnd als auch Kerstin Neuman, Onlinemediaplanerin der zuständigen Werbeagentur und sowie Kerstin Keysers, Projektleiterin bei Opel.

In einem ersten Schritt sucht man nach Ideen, zwei VIP Karten für die Vorpremiere der British International Motorshow in London gerecht unters Volk zu bringen. Die Gewinner der Karten dürfen nicht nur dieses Event live miterleben, sondern auch interviewen, live bloggen, podcasten, moderieren, fotografieren - das Event eben begleiten und die Infos in die Welt tragen.

Ideen gibt es schon einige, wie man die beiden Gewinner dieser Tickets auswählen könnte, so richtig umhauen tut mich aber noch keine. Das schöne is aber, dass sich diesmal alle trnd-Mitglieder beteiligen dürfen und nicht nur ein ausgewähltes Projektteam. Von daher - ran an den Speck und her mit neuen, frischen OSM Ideen…

Darüber hinaus bin ich sehr gespannt, was sonst noch an Aktionen innerhalb dieses Projektes kommen werden.

@Opel: WEITER SO!

Montag, 12. Juni 2006 21:06 Uhr

Was macht eigentlich die ConverseGallery?

Von Inga 0 Kommentare

Ja, das ist ja eine Frage, die zu beantworten mir in meinen gesamten sieben Monaten Recherchearbeit und auch jetzt darüber hinaus nicht gelingen wollte. Wie lange machen die das eigentlich noch und was passiert mit den ganzen Filmen, die eingesendet werden? Bleiben die nur auf der Website oder werden die für irgendwas verwendet?

Ich weiß, dass einige der Spots vor gut einem Jahr auf MTV ausgestrahlt wurden und es wohl auch die ein oder andere Plakat-Kampagne gab. Aber das waren maximal zehn wohingegen sich das Reservoir an Einsendungen mittlerweile sicher in einem dreistelligen Bereich bewegen dürfte (oder sogar mehr?). Ich habe auch schon lange nachrecherchiert und auch die Leute von Converse selbst mal angeschrieben zwecks Infos zu den Hintergründen und so, leider aber nie eine Rückmeldung erhalten.

Aber hier hat man auf jeden Fall mal wieder den Beweis, dass die ganze Consumer Generated Content - Geschichte echtes Potenzial hat, nicht nur kurzfristig, sondern eben auch dauerhaft. Das Projekt bei Converse gibt’s jetzt sicher schon ein knappes Jahr und es gibt immer wieder neue Ideen und Einsendungen und da ist echt cooler Stoff dabei - wie ich finde.

Übrigens findet man das Ganze seit gestern nicht mehr unter ConverseGallery, sondern hier. Converse hat sich nämlich einen komplett neuen Look verschafft (wobei ich den alten eigentlich auch ziemlich cool fand - nur mal so am Rande).

Naja, vielleicht kann ja jemand von euch dieses Rätsel für mich lüften?! Wäre auf jeden Fall echt mal interessant…

Mittwoch, 31. Mai 2006 21:29 Uhr

Was macht eigentlich die Trinkhanf Challenge?

Von Inga 4 Kommentare

Die Trinkhanf Challenge ist nun schon seit einiger Zeit - genau genommen seit 21. April - beendet. Mich hat natürlich auch im Nachfeld der Aktion interessiert, wie´s gelaufen ist und deshalb habe ich nochmal Kontakt zu Herrn Frenkenberg aufgenommen, der kurz und knackig folgendes Resüme gezogen hat:

"...es war ein Hit."

Im Konkreten heißt das:
Brauchbaer Einsendungen an Rezepten gab es um die 60 von insgesamt etwas mehr als 100. 15 davon waren mehr als brauchbar, sozusagen absolut umsetzenswert. Trotz der Zuordnung des Produktes Trinkhanf in die Sparte gesundheitsbewussten Konsumgüter kamen die meisten Einsendungen nicht etwa per Post, sondern über das Netz. Genaue Zugriffszahlen gibt es dazu leider noch nicht - kommen aber sicher noch.
Und das waren die Sieger:
Platz 1 Roter Mond
Platz 2 Anti Age
Platz 3 Indischer Masalla Chai
Platz 3 Maroni/Zimt/Balsamico Mag.

Auch in Sachen PR hat das Open Source Projekt der Firma viel gebracht: berichtet haben neben zahlreichen Bloggern unter anderem die österreichischen Titel Kronenzeitung und Wirtschaftsblatt. Am kommenden Freitag, 02. Juni, soll sogar ein Bericht auf Ö1 "Moment Kulinarium" ausgestrahlt werden.

Aufgrund der positiven Erfahrungen plant man das Konzept nun auch international umzusetzen.

"Absolut gutes Resümee: Wir werden das in anderen Ländern wiederholen"

mehr zum Thema:
[1] Neue Geschmacksrichtungen für Trinkhanf gesucht
[2] Wie Christian Frenkenberger intuitiv den Zeitgeist trifft
[3] http://www.hanfmilch.at/

Montag, 22. Mai 2006 21:26 Uhr

Trendwtaching.com: Briefing on "Customer-Made"

Von Inga 0 Kommentare

Eben gefunden bei consumerempowerment aber noch nicht zum lesen gekommen: das Mai-Briefing von trendwatching.com zum Thema "Customer-Made". Auf den ersten Blick gesprickt mit einer Meneg interessanter Beispiele zum Thema Open Innovation und Consumenr Generatde Contents.

Nun ist sie also fertig, meine Arbeit…

...bleibt am Ende die Frage, zu welchen Ergebnissen ich letztlich gekommen bin?

Ziel war es für mich vor allem, einen Überblick zu geben über das Open Source Thema im Allgemeinen und was sich daraus für Möglichkeiten für den Unternehmer ergeben.

Initial für den Open Source Gedanken im Marketing ist zunächst mal die Entwicklung des Verbrauchers weg vom blinden Konsumenten hin zu einem emanzipierten Teilhaber, der am Markenerfolg aktiv mitwirken will. Und zwar aktiver als er dies durch den bloßen Konsum eines Produktes tut. Er möchte Inhalte und Produkte mitgestalten, die dadurch zum Einen mehr seinen Vorstellungen entsprechen, zum anderen ihn als einen lebendigen Teil der Marke in Erscheinung treten lassen.

Wie kann ein Unternehmer diese Wendung für sich nutzen? Indem er den Open Source Gedanken in seinen Marketing Aktivitäten lebt: durch eine clevere Verknüpfung des neuen Selbstbilds des Verbrauchers und er gewandelten Marktbedingungen einerseits mit modernen Technologien andererseits. Communities, Blogs, Lizenzmodelle sind die wesentlichen Instrumente, mit denen er in diesem neuen - vorwiegend virtuellen Umfeld - agieren kann.

Damit hat er die Möglichkeit, seinen Marketing-Mix neu zu gestalten. Vor allem die Bereiche Produktentwicklung (Open Innovation) und Kommunikation (Consumer Generated Media) lassen sich gemeinschaftlich mit den Verbrauchern revolutionär verändern und vorantreiben.

Die Chancen, die der Markt bietet - offenere Verbraucher, Technologien, Globalisierung, leichter Zugang zu neuen Medien und Informationen - lassen sich aber auch gleichermaßen als Risiken werten. Dann nämlich, wenn der emanzipierte Verbraucher zu kritisch wird; wenn sich keine geschönten Werbereklamen mehr durchsetzen können, weil der User Zugriff auf einen unendlichen Informationspool hat, durch den er reale Tatsachen abrufen kann; oder dann, wenn der Konsument Ärger und Frust schneller als jemals weitergeben und verbreiten und damit Kaufentscheidungen von hunderten anderen Konsumenten beeinflussen kann.

Open Source Marketing kann helfen, diesen Chancen und Risiken des Marktes zu begegnen. Die Vorteile liegen ganz klar in der Möglichkeit, Verbraucher ihren Wünschen entsprechend einzubeziehen, damit authentischere Marken zu schaffen; Marken und Produkte entwickeln sich entsprechend den Verbraucherbedürfnissen, Kosten für Fehlentwicklungen lassen sich senken, Marktbedürfnisse kurzfristig und flexibel erfüllen; auch mit kleinen Budgets können plötzlich wirkungsvolle Marketingmaßnahmen realisiert werden.

Allerdings hat der Open Source Ansatz auch noch mit einigen Schwächen zu kämpfen: durch Open Source macht ein Unternehmen sich abhängig von der Community. .Eine dauerhafte und effiziente Arbeit der Community ist allerdings nicht gewährleistet und hängt stets stark vom Unternehmen bzw. der Markenidentität ab. Des Weiteren stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern es sinnvoll und Ziel führend ist, in einem Konzern basisdemokratisch Entscheidungen zu treffen und inwiefern es überhaupt zu Entscheidungen kommen kann, wenn die breite Masse mitbestimmt. Kritiker bringen auch immer wieder das Argument an, dass der Open Source Gedanke langfristig innovationshemmend („Durchschnittlichkeit auf Kosten der Innovation“) sein muss, denn kein Unternehmen wird langfristig in F&E investieren, um die Erkenntnisse offen ins Netz zu stellen und somit Wettbewerber freien Zugriff auf teure Forschungsergebnisse zu geben. Ohne Investitionen aber gibt es auf lange Sicht keinen Fortschritt. Auch die Frage nach der Kontrolle über die eigene Marke stellt sich: gibt man die Entwicklung und Kommunikation in die Hand der User, so kann es leicht zu Verwässerung des ursprünglichen Markengedankens / der Markenphilosophie kommen.

Argumente, die gerade den Shareholder einem Open Source Konzept kritisch gegenüberstehen lassen.

Dennoch bin ich der Überzeugung, dass der Open Source Gedanke langfristig einen Platz in den Marketing Plänen gewinnen kann/wird. In welchen Ausmaßen und mit welchen Funktionalitäten muss freilich von jedem Unternehmen selbst abgeschätzt werden. Gänzlich ausblenden aber sollte man diese Strömung nicht, im Gegenteil sollte sich der Marketer auf jeden Fall Gedanken machen, inwiefern er diese neuen Möglichkeiten für seine Marke nutzen kann.

So mein Plädoyer pro Open Source Marketing - andere Meinungen sind natürlich auch im Nachhinein willkommen!

Montag, 17. April 2006 19:17 Uhr

Was macht eigentlich das OLP?

Von Inga 0 Kommentare

Das Open Logo Project (ich hatte im Dezember darüber berichtet) von Spreadshirt ist seit dem 16. März offiziell beendet. Das Gewinner Logo ist Tarzions Fingerprint und befindet sich gerade noch in Überarbeitung.

Auf dem Companice Blog wirft Ami einen abschließenden Blick auf das Projekt. Sein Fazit:

„Ich würde jedem Unternehmen jederzeit empfehlen, ein OLP durchzuführen, es lohnt sich und ist auch ein guter Start für eine "1:1" Kommunikation, für einen Dialog mit den Kunden."

Trotz einiger Problemchen hat das OLP ziemlich gut funktioniert: man hat eine Menge brauchbarer Entwürfe aus dem Wettbewerb ziehen können und letztlich neben einem schönen Gewinnerlogo auch noch eine internationale Community etabliert und den Open Source Gedanken wieder ein Stückchen vorangetrieben.

In Zahlen:
- 3 Monate
- 1.100 Entwürfe
- 600 Teilnehmer
- ~ 1.500 Besucher täglich, davon 60 „aktiv“

wenn das mal nicht eine weitere Aktion wert ist - bin gespannt, was die Leute von Spreadshirt sich als nächstes ausgedacht haben!

Wer mehr wissen will, liest hier am besten selbst nach.

Nachtrag:
Auf dem OLP Blog hat heute Ami schon mal nen Link zum neuen Entwurf gepostet. Jetzt also doch kein Relaunch, sondern man will das Logo mehr als Signatur verwenden für die gesamte Spreadshirt Produktpalette. Bisher siehts also so aus:

Und sonst bleibt alles gleich? Wir wartens mal ab...

Montag, 17. April 2006 18:59 Uhr

Identity 2.0

Von Inga ein Kommentar

Ein Kollege hat mir kürzlich diesen Link zu einem Vortrag von Dick Hart zum Thema Identity 2.0 geschickt. Erfirschend - Informativ - Einfach sehenswert!

Das ganze Video kann man sich hier downloaden.

Dienstag, 4. April 2006 22:41 Uhr

Werbeformen von Morgen - Absatzwitschaft Dossier

Von Inga 0 Kommentare

Zum Abschluss des Tages doch noch was Fachliches:

In der aktuellen Ausgabe der Absatzwirtschaft 4/2006 gibt es ein Dossier zu den Werbeformen von morgen:

Thomas Knauer, Managing Partner bei Interone Worldwide, prophezeit darin in einem Interview von Peter Hanser [1] "Das Ende der Parallelwelten". „Das Internet wird sich zum Massenmedium entwickeln, es wird aber nicht das Fernsehen ersetzen.“

Damit hebt er die immer noch starke Präsenz klassischer Medien vor allem bei der Realisierung hoher Markenbekanntheit hervor und betont die Notwendigkeit einer Einheit aus klassischen und neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Diese lässt sich nur realisieren, wenn Unternehmen und Agenturen bereit sind, interne Strukturen aufzubrechen und in neuen Dimensionen zu denken. Kampagnen müssten unter einer allumfassenden Leitidee stehen, um erfolgreich auf allen Kanälen nach außen zu kommunizieren. Interone Worldwide ebenso wie einige Kunden hätten bereits „die Parallelwelten mit Klassik-, Interactive und Dialogmarketing aufgelöst und verfügen nun über Spezialisten, die nicht nur für eine Disziplin stehen, sondern wo jeder alles kann.“

In seinem Artikel "Innovative Wege zum Kunden" begeht Jörn Ballhaus [2] einen Rundumschlag zur aktuellen Trendwende. Angefangen bei der unausweichlichen Individualisierung der Werbung mit dem Resumee: „Werbung muss besser unterhalten, mehr Dialog mit der Zielgruppe führen und vor allem messbaren und schnellen Return on Investment bringen“, geht er anschließend auf das Internet als Wunderwaffe gegen Effizienzverluste klassischer Medien ein. Darunter aktuelle Werbeformen wie virales Marketing, Podcasting, Suchmaschinenmarketing. Wenig neues für mich und alle, die sich aktiv mit dem Internet beschäftigen, für alle anderen ein interessanter Überblick darüber, was sich gerade so tut Marketing - vor allem online.

Immer wieder gerne lese ich die Kolumne von Yvette Schwerdt [3], die sich in ihrem Brief aus Amerika in dieser Ausgabe mit dem Thema Blog-Marketing, Teil 2 (der erste ist mir wohl leider entgangen) beschäftigt mit dem Fazit: „Alles deutet darauf hin, dass sich Blogs von Randerscheinungen zu Mainstream-Medien entwickeln.“ Ich denke diese These kann man nur unterstützen (btw kommt sie mir gerade recht für meinen Abspann ;-)

[1] Hanser, Peter: Das Ende der Parallelwelten. Aus: Absatzwirtschaft, 4/2006, S. 40-42.
[2] Ballhaus, Jörn: Innovative Wege zum Kunden. Aus: Absatzwirtschaft, 4/2006, S. 28-33.
[3] Schwerdt, Yvette: Brief aus Amerika. Blog-Marketing, Teil2. Aus: Absatzwirtschaft, 4/2006, S. 22.

Sonntag, 2. April 2006 09:13 Uhr

Blog by Mini zur Auto Mobil International

Von Inga 0 Kommentare

Unter vlogbymini.de kann man sich seit gestern live über die Auto Mobil International in Leipzig informieren lassen. Gabe McIntyre, Gabe Bauer und Thomas Gigold werden - sponsored by Mini - bis zum 09. April über Messe, Messeneuheiten, Leipzig und wasihnensonstnochsoeinfällt bloggen.

Mittwoch, 29. März 2006 11:43 Uhr

David Weinberger über PR und Blogs

Von Inga 0 Kommentare

Auf handelsblatt.com äußert sich David Weinberger, Co-Autor des Cluetrain Manifest, Rolle von Blogs für PR in Politik und Unternehmen.

"Das Web erzwingt Änderungen von der PR-Branche. Blogs sind nur ein Teil davon. ... Mit dem Internet im Generellen und Blogs im Speziellen sind Märkte vernetzt, sie sind im Gespräch. Und auf einmal stellt sich heraus -- vielleicht ein wenig überraschend -- dass vernetzte Kunden mehr über Produkte wissen, als die Unternehmen selbst. Wir Internet-Nutzer haben keine Eigeninteressen und sagen einander die Wahrheit..."

Das komplette Interview gibt´s hier.

Gefunden bei M-UK.

[1] Sixtus, Mario: Wir sagen einander die Wahrheit

Mittwoch, 29. März 2006 11:25 Uhr

Blogprojekt bei O2

Von Inga 0 Kommentare

Auf dem trndblog gibt es ein interessantes Interview mit Björn Ognibeni, der Fragen zur neuen O2-Plattform mobile-macs.de beantwortet. O2 tritt bei dem Projekt nur als "Enabler" auf, übernimmt Kosten für Design und Technik, Pflege und Weiterentwicklung sollen dann von den Usern selbst sowie einem privaten Betreiber durchgeführt werden. Damit geht O2 den Blog Hype von der entgegengesetzten Seite an: anstatt selbst ein Corporate Blog zu betreiben, stellt man seinen Kunden eine Plattform zur interaktiven Gestaltung und Kommunikation zur Verfügung.

Welchen Zweck mobile-macs.de verfolgen soll konkretisiert Björn Ognibeni:

"Die zentrale Anlaufstelle für alle Mac-User, die ihren Mac mit mobilen Endgeräten (Handy, Xdas, etc.) und Netzen (GPRS, UMTS, WLAN, etc.) mobil nutzen wollen: Wie bekommt man iSync beim neuen Handy zum Laufen? Wo gibt’s den Treiber für die UMTS-Karte? Wie bekommt man seine Bookmarks in den Xda?"

Das ganze Interview gibt´s bei trnd: O2: Probleme lösen als Marketing-Instrument

Sonntag, 26. März 2006 12:51 Uhr

10 Facts für den modernen Marketer

Von Inga 3 Kommentare

Unter welchen Voraussetzungen müssen sich Marketer von heute auf ihren Zielmärkten bewegen? Was müssen sie beachten? Wie hat sich das Umfeld, inerhalb dessen sie agieren, verändert?

Auf dem Collaborate Marketing Blog findet man zehn Fakten, die bei der Gestaltung modernen Marketings nicht außer Acht gelassen werden sollten:

  1. Die Macht liegt bei den Konsumenten
  2. Der Konsument ist skeptisch und immer resistenter gegen Werbebotschaften
  3. Die Medienlandschaft ist zunehmend fragmentiert
  4. Nischen ersetzen die alten Massenmärkte
  5. Die Aktivitäten der Unternehmen werden verstärkt unter die Lupe genommen
  6. Unternehmen, die die Netzkultur verstehen, haben die besten Karten
  7. Der Konsument mobilisiert sich zunehmend selbst
  8. TV zieht nicht mehr
  9. Internet ist zum ein Massenmedium mutiert
  10. User Generated Content ist gewinnt an Einfluss und wächst zusehends
Mittwoch, 22. März 2006 19:00 Uhr

Wie Christian Frenkenberger intuitiv den Zeitgeist trifft

Von Inga 0 Kommentare

Über das Projekt der Take Hemp GmbH hatte ich ja bereits berichtet. Und weil man mit diesem Konzept absolut auf der Open Source Schiene fährt, habe ich gleich mal mit Christian Frenkenberger, Initiator der Trinkhanf Challenge, gesprochen.

Und was sagt mir Herr Frenkenberger gleich zu Beginn unseres Gespräches? Er hatte keine Ahnung, dass er da gerade Open Source Marketing betreibt. Dementsprechend überrascht hat ihn auch der Ansturm der Medien und die Publicity, die ihm die Aktion vor allem in Internetkreisen einbrachte - positiv natürlich...

"Ich habe dieses Konzept wohl umgesetzt, aber weniger mit dem Hintergedanken an ein Open Source Projekt, sondern vielmehr rein intuitiv. Dass ich damit offenbar genau den Geist der Zeit getroffen habe, war mir zunächst nicht vollends bewusst."

Besser kann´s ja schon fast nicht mehr kommen, oder?

Montag, 20. März 2006 19:05 Uhr

Mastercard versucht sich in Open Source Marketing

Von Inga ein Kommentar

Vom 5. März bis 28. Mai startet Mastercard das Projekt "Write a priceless Ad", innerhalb dessen man versucht, die Kunden in die Gestaltung der aktuellen Werbekampagne einzubeziehen.

Auf priceless.com wählen die Teilnehmer zwischen zwei Werbespots, denen sie dann Werbeslogans verpassen können. Ziel ist eine Fortführung der erfolgreichen "Unbezahlbar..."-Kampagne, die auch schon seit geraumer Zeit im deutschen TV zu sehen ist. Dem Gewinner winkt eine 1000$ Mastercard Gift Card und die Chance, seinen Spot im Fernsehen ausgestrahlt zu sehen.

Leider wird die Freiheit der Teilnehmer stark eingeschränkt durch strenge Vorgaben an Slogans und die sehr enge Auswahl an Spots, so dass wenig Spielraum für Kreativität bleibt, wie auch bereits der Untertitel der Kampagne verrät: "you fill the blanks, we´ll air the best one"

Montag, 20. März 2006 15:24 Uhr

Motivation hinter Open Source Projekten

Von Inga 2 Kommentare

Warum ist der User bereit, seine wertvolle Zeit aufzuwenden, um für ein Unternehmen gegen eine in der Regel unverhältnismäßig geringe Aufwandsentschädigung Content zu produzieren? oder: was bewegt den User dazu, sein Wissen unentgeltlich der Öffentlichkeit preiszugeben, obwohl er selbiges unter Umständen auch zu barem Geld machen könnte?

Die Motivation der User hinter erfolgreichen Open Source Projekten ist vielseitig begründet und wurde bereits in zahlreichen Studien erforscht. Einige Motive liegen nahe - da spielen die Faktoren Spaß, Selbstbestätigung oder eigene Weiterbildung eine Rolle - andere sind weniger selbstverständlich und offensichtlich Altruismus oder das Gefühl zur Selbstverpflichtung der Gemeinschaft gegenüber. Generell lassen sich die Motive für eine Teilnahme an derartigen Projekten in intrinsisch und extrinsisch begründete unterteilen - hier ein kleiner Überblick:

Bild2.gif

intrinsische Motivation - sie entsteht durch originäres Interesse an einer Sache als solches. Beim Open Source Konzept wirken Spaß, Fanatismus, Befriedigung des eigenen Egos, Altruismus sowie die Identifikation mit der Gemeinschaft motivierend.

  1. Spaß - auf die Frage nach dem Warum? antwortet Linus Torvalds mit einem simplen „Just for FUN“.
  2. Markenbegeisterung - wichtig ist, um welches Unternehmen es sich da handelt, das Engagement von den Usern verlangt:
    „…if it had been any company other than Lego, I wouldn´t be here.” (John Barnes über sein Engagement bei der Entwicklung neuer Lego Produkte) [1]
  3. Selbstbestätigung - dem eigenen Ego verschafft es Auftrieb, wenn die eigene Idee realisiert, von anderen Anwendern genutzt und als gut befunden wird.
    „…and tell me, which designer wouldn’t be proud that his logo decorates such a company.”[2]
  4. Identifikation mit der Gruppe - das Geminschaftstier Mensch lässt sich gerne mit der Gruppe treiben und ist dafür auch bereit, sich innerhlab seiner Gemienschaft zu engagieren.
    „the joy and the learning associated with membership in creative communities…“[3]
  5. Altruismus - politischer Idealismus, Gerechtigkeitssinn, Selbstlosigkeit stehen für viele Verfechter des Open Source Gedankens an oberster Stelle ihres Wertesystems.

extrinsische Motivation - auch äußere Anreize haben motivierende Wirkung, dazu zählen:

  1. Eigenbedarf - viele User brauchen das Produkt nicht so, wie es vom Band kommt, sondern haben speziellere Anfroderungen. Würde man sie aber danach fragen, wären die meisten von ihnen wohl nicht in der Lage, ihre Bedürfnisse verständlich in Worte zu fassen. Da ist es einfacher, der Nutzer bastelt selbst an seiner Optimallösung und überlässt die Produktion dann dem Hersteller.
  2. Lernen - originäres Ziel von George Masters war die Verbesseurng seiner Fähigkeiten in Grafikdesign und Animation. Die viraklen Effekte, die sich aus seiner Kreation ergeben haben waren für ihn nur Nebensache. Um Skills zu verbessern und zu trainieren, braucht man "Opfer" zum Üben. Das Unternehmen kann von diesem Forscherdrang nur profitieren.
  3. Reputation / Referenz - öffentlich zugängliche Projekte sind optimale Wegbereiter für erfolgreiches Selbstmarketing. Entwickler können zeigen, was sie drauf haben, Personaler/zukünftige Arbeitgeber haben einen sicheren Beweis der Fähigkeiten potentieller Mitarbeiter.
  4. materielle/finanzielle Anreize - klassisch und wohl immer erfolgreich sind Geld-/Sachpreise ein attraktiver Anreiz, um sich in ein Projekt einzubringen.

Bliebe die Frage, wie ein Unternehmen all diese Faktoren - oder zumindest einige davon - aktivieren kann, um eine langfristig effizient kooperierende Community zu etablieren...

[1] Koerner, Brendan: Geeks in Toyland
[2] Steve auf dem Open Logo Projekt - Blog
[3] Eric von Hippel: Democratizing Innovation
[4] iPod Mini Spot von George Masters

Mittwoch, 8. März 2006 13:03 Uhr

The OScar Project - Telefonat mit Markus Merz

Von Inga 0 Kommentare

Wie bereits erwähnt hatte ich ja im Februar ein interessantes Gespräch mit Markus Merz, dem Initiator des OScar Project.

Mich hat vor allem interessiert, wie er auf das Konzept gekommen ist, wie er zu dem Thema Open Innovation/OSM steht und wie das Projekt so im Ganzen konzipiert ist. Herr Merz hat mir auch bereitwillig auf jede Frage umfangreiche Antworten gegeben.

Und für alle die es sonst interessiert gibt es unten das ganze Interview zum Nachlesen.

Downloads

TelefonatMitMarkusMerz.pdfTelefonatMitMarkusMerz.pdf 57 KB
Sonntag, 5. März 2006 11:26 Uhr

Neue Geschmacksrichtungen für Trinkhanf gesucht

Von Inga ein Kommentar

Einen Ansatz von Open Innovation testet derzeit der österreichische Jungunternehmer Christian Frenkenberg mit der "Trinkhanf Challenge".

Frenkenberg stellt seit 1995 ein ökologisches Getränk aus reinem Hanf und Quellwasser her, welches er über ausgeäwhlte Fachhändler vertreibt. Noch gibt es dieses Bio-Getränk nur in seiner reinen Geschmacksrichtung und als Kaffeegetränk. Im Frühjahr sollen die Geschmacksrichtungen Mango/Ingwer und Kakao/Vanille/Ahornsirup auf den Markt kommen. rei nach dem Motto der Firma: „Nimm Hanf wo immer es Sinn macht“ ist Christian Frenkenberg davon überzeugt, mit diesem rein pflanzlichen Produkt den Puls der Zeit zu treffen und schnell einen großen Abnehmerkreis aufbauen zu können.

Um weitere Geschmacksrichtungen zu kreieren, sollen nun die Konsumenten selbst in den Entwicklungsprozess einbezogen werden: beim "Trinkhanf Challenge" geht es darum, durch trial-and-error neue Geschmacksrichtungen zu schaffen. Der Kunde besorgt sich beim Fachhändler einige Flaschen Trinkhanf und mixt diese nach Lust und Laune zu Hause im Selbstversuch mit Zutaten, die ihm gerade in den Kopf kommen. Einzige Auflage: es sollte sich um natürliche Inhaltsstoffe handeln, um die positiven Wirkungen des Trinkhanf nicht zu verfälschen. Das fertige Rezept sendet der Kunde bis 21. April an Take Hemp. Eine Fachjury wird dann in Geschmackstests den Gewinner ermitteln. Um die Kommunikation zu fördern steht unterstützend ein Forum bereit auf dem sich interessierte Teilnehmer austauschen können. Als Anreiz winkt eine Umsatzbeteiligung am Gewinnergetränk von 1 Cent pro verkaufter Flasche.

Alle weitere Details zum Hersteller und Wettbewerb findet Ihr hier.

Via: ConsumerEmpowerment

Montag, 20. Februar 2006 23:15 Uhr

Open Source Marketing in der Praxis?

Von Inga 4 Kommentare

Wo sind sie, die Beispiele für Open Advertising, Open Innovation oder Consumer Generated Media?

Heute habe ich endlich einen weiteren Punkt meiner Arbeit (fast) fertig gestellt. Nachdem ich mich letzte Woche geschlagene fünf (!) Tage lang mit dem Thema Open Innovation abgekämpft habe, konnte ich mich diese Woche dann endlich einem Punkt widmen, bei dem ich sicher war, es würde reibungslos und schnell verlaufen: Kommunikationspolitische Instrumente des OSM. Aber weit gefehlt. ging doch mal wieder alles nicht so schnell voran wie es hätte sollen. Was war das Problem?

Letzte Woche waren es die Praxisbeispiele. Ein echtes Beispiel für Open Innovation, das nicht aus dem Softwarebereich stammt? Ich hab lange gesucht. Aber wenn ich glaubte, eines gefunden zu haben, hat sich´s in der Regel doch wieder nur als Customization-Sache oder ähnliches herausgestellt. Dann irgendwann bin ich über OScar[1] gestolpert (warum erst jetzt? Ich hab keine Ahnung - vielleicht weil das ganze Projekt gerade in die zweite Runde geht und daher wieder frü etwas Pressetrubel gesorgt hat?!).Oscar ist tatsächlich ein Open Source Projekt für ein Auto, das komplett über eine Community entwickelt werden soll. Leider soll das nachher nicht kommerziell von Seiten der Urheber vertrieben werden - dann hätte ich den Beweis gehabt, dass es Open Source tatsächlich auch im industriellen Bereich gibt. Aber Markus Merz, der Initiator des Projekts, ist zuversichtlich, dass zumindest Komponenten des Autos mit Sicherheit auf interessierte Produzenten stoßen werden. Wir haben auch gleich mal ein kleines Telefonat geführt, dessen Ergebnisse ich später posten werde. Nun ja, da hatte ich dann wenigstens mein Beispiel für Open Source entwickelte Hardware. Wenn´s denn funktioniert?!

Auch heute klebte ich wieder an den Beispielen fest. Immerhin ist´s im Bereich Open Advertising und Consumer Generated Media (ich nehme diese beiden Punkte mal als Hauptbestandteile der OS Kommunikationspolitik an) nicht so schwer auf welche zu stoßen.

  • Positiv kann man hier nennen:
    Den iPod Mini Spot von George Masters[2] (ein alter Schuh, den ich hier sicher nicht vorzustellen brauche)
  • Die ConverseGallery[3]
  • Das FRoSTA-Blog[4] (sehr vorbildliche Kommunikation auf höchster Ebene
  • Die Entwickler der Kartensuche von GoYellow (Post über Martin Oetting[5])
  • Natürlich Spread Firefox[6] (brauch ich an dieser Stelle eigentlich ja auch nicht zu erwähnen)
  • Das Open Logo Project[7] von Spreadshirt (ist es nun open oder nicht, wenn man Preisgeld verlost? Das Argument von Andreas leuchtet mir schon ein und immerhin behält der Urheber dennoch seine Rechte an dem Werk wohingegen er sie bei Converse und sogar beim Ad Contest von Mozilla vollkommen abtritt - gerade bei Mozilla hatte ich das nicht erwartetr, aber da muss ich mich mit der rechtlichen Seite wohl noch etwas mehr auseinandersetzen)

Negativ aufgefallen in Sachen PR und Blogs sind in der Vergangenheit unter anderem:

Ein weiterer Tag geht zu Ende. Ganz zufrieden bin ich mit meiner Ausbeute noch nicht. Aber kommt Zeit kommt Rat... s´wird schon alles werden.

[1] Theoscarproject
[2] Artikel von Leander Kahney: Home Brew iPod Ad Opens Eyes
[3] ConverseGallery
[4] FRoSTA-Blog
[5] Martin Oetting: Online-Mundpropaganda durch Beziehungspflege: Hauptstadtblog und GoYellow
[6] Spread Firefox
[7] Open Logo Project von Spreadshirt
[8] Jamba Kurs auf Spreeblick
[9] Jens Scholz veröffentlicht Mails von Jean-Remy von Matt:
Jean-Remy von Mat ist beleidigt
Sie haben Post von Jean-Remy
Der Spiegel online Artikel dazu hier
[10] Der Werbeblogger zur Klum-Affäre

Samstag, 11. Februar 2006 16:45 Uhr

Communities als Marketinginstrument (III)

Von Inga 0 Kommentare

Und noch ein kurzer Anhang zum Thema Communities aufbauen, pflegen, nutzen:

Etienne Wenger hat zu dem Thema in nur einem Schaubild (Cultivating communities of practice - a quick startup guided) komprimiert aber sehr informativ dargestellt, was man beim Umgang mit Communities berücksichtigen muss, welche Vorteile sie Mitgliedern und Unternehmen bringen können und wo sich die kritischen Erfolgsfaktoren verbergen. Super!

Via: Exciting Commerce von Jochen Krisch.

Mittwoch, 8. Februar 2006 21:35 Uhr

Was ist eigentlich Produktentwicklung im OSM-Sinne?

Von Inga 0 Kommentare

Heute hatte ich eine lange Debatte mit Nikita über das Thema Produktentwicklung im Rahmen des OSM. Nikita ist einer jener Vertreter, der aufgrund seines eher internetlastigen Backgrounds auch mit einer extremen Sichtweise an diese Thematik herangeht: eben aus Sicht des Ursprungs dieser ganzen Thematik, der Open Source (Software) Bewegung. Soll heißen, dass er nur als Open Source durchgehen lässt, was auch mit der absoluten Freigabe ALLER Informationen, Rezepte, Fertigungspläne etc. einhergeht.

Nun bin ich selbst der Meinung, dass sich die Definition und der Prozess von Open Source Software nicht unbedingt 1:1 auf jede beliebige Branche übertragen lässt, da hier schon die Grundvoraussetzungen verschieden sind (schon allein dass die meisten Unternehmen nach Gewinnmaximierung im Sinne ihrer Shareholder verpflichtet sind, was bspw. bei Mozilla nun ja nicht der Fall ist).

Allerdings hat mich dieses Gespräch durchaus nachdenklich gemacht, so dass ich mich nun mal auf die Suche nach DEM Beispiel für ein Open Innovation - Konzept machen wollte. Dabei bin ich auf einige Fragen gestoßen, wodurch sich eigentlich DAS Open Innovation - Konzept auszeichnet - und habe leider noch kein adäquates Exempel auftreiben können:

Was genau ist Open Innovation? Wo fängt im Produktentwicklungsprozess das OSM an, wo hört es auf? Bei Frank Piller lese ich, dass Open Innovation eher den Prozess der Innovation definiert als die Innovation an sich. Dass es also vielmehr darum geht, dass der KUnde überhaupt in den Entwicklungsprozess einbezogen ist, diesen auf verschiedenen Ebenen mitgestalten kann - von der Initiierung einer Idee über Verbesserungsvorschläge für bestehende Produkte zur Entwicklung der Innovationsplattform selbst.

  • Wenn aber ein Unternehmen die Kunden nach dem optimalen Design für eine Bierflasche fragt (groß und schlank oder rund und bauchig?) ist das dann schon OSM oder Marktforschung im herkömmlichen Sinne - ein alter Schuh unter neuem Namen?
  • Wenn Lego einen ausgewählten Kreis von Lead Usern in die Entwicklung und Verbesserung einer neuen Produktserie einbezieht, ist dass dann OSM - obwohl nicht die gesamte Community mitentscheiden darf - nur weil ausgewählte User nach ihren Vorschlägen gefragt werden ohne dafür Bezahlung zu bekommen? Und ist dann nicht auch ein Workshop nach dem SuperGroup-Konzept eine OSM Maßnahme?
  • Ist es Open Innovation, wenn ein Hersteller von medizinischen Geräten Fachärzte in die Entwicklung einbezieht? Oder handelt es sich hier mehr um eine Art Customizing kundenintegrierte Produktentwicklung im herkömmlichen Sinn?
Samstag, 14. Januar 2006 20:03 Uhr

Communities als Marketinginstrument (II)

Von Inga 0 Kommentare

„Virtuelle Communities taugen dazu, Rendezvous zu verabreden, Rasenmäher zu verkaufen, Romane zu veröffentlichen und Konferenzen abzuhalten.“ (Howard Rheingold)

Die Merkmale einer Community habeich bereits im vorangegangenen Artikel definiert, ebenso, wie die Gründe, warum Menschen sich in Communities zusammenschließen. Heute soll es nun darum gehen, was denn eigentlich das Unternehmen für Nutzen aus der Bereitstellung und Pflege einer Community ziehen kann:

Steigerung der Kundenloyalität
Kunden, die sich in Communities engagieren haben ein besonderes Verhältnis zu ihrer Marke. Sie definieren sich über die Marke; sie ist ein Teil ihrer selbst. Durch die Mitgliedschaft in einer Community haben die Kunden die Chance, ihre Leidenschaft für die Marke mit Gleich-gesinnten zu teilen. Die gesteigerte Loyalität bringt eine höhere Markenprofitabilität und damit höhere Marktanteile mit sich.

Gesteigertes Vertrauen in Produkte und Unternehmen
Durch einen besseren Informations- und Kommunikationsfluss wird das Vertrauen in die Marke und das Unternehmen gestärkt. Daraus können sich Cross-Selling-Potenziale erge-ben: der Kunde hat bereits Vertrauen in die Marke gefasst und wird daher auch bei weiteren Produkten auf die ihm bekannte Marke zurückgreifen. Wechselbarrieren zu anderen Anbietern erhöhen sich.

Zielgruppengerechtes Marketing
Eine genaue Beobachtung der Community-Aktivitäten lässt wichtige Rückschlüsse auf Kundenanforderungen, Probleme und Wünsche zu. Damit kann die Community wichtige Daten zur Marktforschung beitrage. Darüber hinaus erleichtert sie die Zielgruppenidentifizierung und damit einhergehend die zielgruppengerechte Ansprache der Kunden.

Positives Weiterempfehlungsverhalten
Markenbegeisterung beim Kunden wird ihn dazu motivieren, seine positiven Erfahrungen an Freunde und Bekannte weiterzugeben (Mundpropaganda). Die Community wirkt damit als Kommunikationsmultiplikator, gleichzeitig werden die Mitglieder darauf bedacht sein, negative Kommunikation weitestgehend einzuschränken oder gegenzusteuern. Damit verringern sich die Kosten für Neukundenakquise und Werbung; die Mitglieder treiben die Verbreitung der Marke selbst gesteuert voran.

Reduktion des Produktinnovationsrisikos
Über die Community ergibt sich für das Unternehmen die einmalige Möglichkeit, direktes Feedback der Kunden über Produkte zu bekommen. Gemeinsam mit den Mitgliedern kann man so Anforderungen oder Schwächen bestehender bzw. den Bedarf neuer Produkte erar-beiten und diskutieren. Damit verringert sich das Risiko von fehlgesteuerter Produktinnovati-onen um ein Beträchtliches, da man viel näher an der Zielgruppe ist und diese in den gesam-ten Prozess der Entwicklung einbeziehen kann.

Neue Distributionswege
Zu guter Letzt beinhaltet die Community noch das Potenzial neuer Distributions- und Vertriebswege, nämlich direkt über die Community bzw. über einen der Community angeglieder-ten Online-Shop, womit sich wiederum mehr Umsatz generieren lässt.

Es zeigt sich also, dass der Einsatz von Communities im Bereich des Marketings bei korrekter Anwendung wichtige positive Effekte erzielen kann: Erhöhung der Marktanteile durch eine Ausweitung des Kundenstammes und höhere Kundenbindung, daneben positive Kosteneffekte, durch Einsparungen von Werbe- und Servicekosten sowie Vermeidung von Kosten für Produktfehlentwicklungen.

Literaturtipps zum Thema:
[1] Algesheimer, René: Brand Communities
[2] Banks, Drew and Kim Daus: Customer.Community
[3] Herstatt, Cornelius und Jan G. Sander: Produktentwicklung mit virtuellen Communities
[4] Rheingold, Howard: Virtuelle Gemeinschaften

Mittwoch, 11. Januar 2006 22:57 Uhr

Communities als Marketinginstrument (I)

Von Inga ein Kommentar

Der Mensch ist ein soziales Wesen und daher immer auf der Suche nach Gleichgesinnten, mit denen er sich zusammen tun kann, die im Optimalfall sogar seine Interessen teilen. Aus diesem Bedürfnis heraus entstehen Communities, Gemeinschaften innerhalb derer Menschen mit gleichen Interessen für Marken, Produkte, Hobbies, und vieles andere zusammen kommen, um sich auszutauschen. Konformes Verhalten innerhalb der Gruppe und soziale Kontakte mit Gleichgesinnten macht die Community für den Teilnehmer so attraktiv. Durch den zunehmende Einfluss des Internet und sich damit ergebende neue Möglichkeiten dezentraler, ortsunabhängiger Massenkommunikation steigt die Zahl der Community-Mitglieder stetig an und ist bereits zu einem wichtigen Bestandteil gesellschaftlichen und sozialen Lebens geworden.

Communities zeichnen sich durch einige besondere Merkmale aus:

  • Sie sind unabhängig vom Aufenthaltsort der Mitglieder und erlauben so eine dezentrale Kommunikation über Orts- und Landesgrenzen hinweg
  • Sie basieren auf strukturierten sozialen Beziehungen, die sich in Abhängigkeit von der Größe der Community in mehr oder weniger stark ausgeprägten Hierarchien widerspiegeln.
  • Die Community bildet ein soziales Netzwerk, das es den Mitgliedern erlaubt kontinuierlich in Aktion zueinander zu stehen. (Interaktion)
  • Mitglieder einer Community beeinflussen sich im Laufe der Zeit wechselseitig und bilden ein starkes "Wir"-Gefühl aus
  • Mittelpunkt und damit Zweck der Community ist immer ein gemeinsames Ziel oder Interesse. Im speziellen Fall der Brand Community ist dies die geteilte Bewunderung für eine Marke, die existenzielle Grundlage für das Bestehen der Community ist.
  • Mitglieder einer Community teilen und pflegen gemeinsame Werthaltungen, Rituale und Traditionen.

Die Mitglieder einer Community müssen sich nicht persönlich kennen, um dennoch ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Die Gemeinschaft verkörpert eine Lebensart, die es durch gemeinsame Rituale und Traditionen, sowie eine sorgfältige Betreuung und Pflege aufrecht zu erhalten gilt.

„Virtuelle Communities taugen dazu, Rendezvous zu verabreden, Rasenmäher zu verkaufen, Romane zu veröffentlichen und Konferenzen abzuhalten.“
(Howard Rheingold)

Sie ermöglichen den intensiven Austausch zwischen Nachfrager und Nachfrager (C2C). Damit definiert sich die Unternehmen-Kunden-Beziehung völlig neu: man agiert nicht mehr nur in einem Business-to-Consumer-Markt (B2C), sondern in einem B2-(C2C)-Markt. Die Nachfrager haben die Möglichkeit, sich über Unternehmen, Produkte und Services auszutauschen und einander bei Schwierigkeiten, Fragen, Problemen zu unterstützen. Die Community bildet den sozialen Kontext für Konsumentenaktionen und basiert auf gemeinsamen (Konsum-)Aktivitäten.
(Virtuelle) Communities sind in der Regel homogen bezüglich der Interessen und Werthaltungen ihrer Mitglieder; heterogen dagegen in Bezug auf den sozialen Background der Teilnehmer wie Bildung, Herkunft oder Verdienst. Durch virtuelle Gemeinschaften lassen sich traditionelle soziale Hürden überwinden und völlig neue Zielgruppen erschließen. Das Internet hilft hierbei, Grenzen zu überwinden und verschiedene Gruppen zu integrieren anstatt zu separieren.
Brand Communities entwickeln sich vor allem um öffentliche, auffällige Marken herum. Um eine dauerhaft erfolgreiche Community zu etablieren ist ein gewisser Bekanntheitsgrad und damit einhergehend eine entsprechende Teilnehmermotivation von Vorteil.

Literaturtipps zum Thema:
[1] Algesheimer, René: Brand Communities
[2] Banks, Drew and Kim Daus: Customer.Community
[3] Herstatt, Cornelius und Jan G. Sander: Produktentwicklung mit virtuellen Communities
[4] Rheingold, Howard: Virtuelle Gemeinschaften

Dienstag, 3. Januar 2006 19:13 Uhr

Blogs - Chancen und Risiken für Unternehmen (II)

Von Inga 0 Kommentare

Wie man es NICHT machen sollte zeigt die aktuelle Debatte um "Die Akte Heidi Klum und Günther K." beim Werbeblogger sowie der ähnliche Fall des "Sozialgericht Bremen" beim Shopblogger.

Beide wurden dieser Tage per E-Mail aufgefordert, die jeweiligen geschützten Namen Klums und des Sozialgerichts von ihren Seiten zu entfernen mit der Begründung des Namensmissbrauchs lt. BGB §12. Der Aufschrei der Bloggergemeinde war natürlich entsprechend groß und die Nachricht verbreitete sich in Windeseile. Sogar auf focus online kann man bereits einen Artikel zum Thema "Die Richterin und ihr Blogger" lesen.

Ob sich das gelohnt hat bezweifelt sogar bereits die Initiatorin Renate Holst beim Sozialgericht Bremen; auf Antwort von "Vatter Klum" wartet man beim Werbeblogger noch vergebens.

Dienstag, 3. Januar 2006 18:59 Uhr

Blogs - Chancen und Risiken für Unternehmen (I)

Von Inga 0 Kommentare

Was kann ein Unternehmen sich erwarten von dem neuen Trend zum Weblog und welche Gefahren liegen in diesem Trend? Ich habe mir hierüber mal einige Gedanken gemacht und folgende Punkte festgehalten:

Vorteile und Chancen:

  • Blogs haben ein hohes Potenzial als Ideenpool für Produktentwicklungen: Trends, Meinungsbilder und Erfahrungen lassen sich zur Verbesserung eigener Produkte und Marken nutzen.
  • Konstruktiver Meinungsaustausch mit der Zielgruppe.
  • Zusatzdienste in Form von Produktinformationen, virtuellen Produktanleitungen, Beschwerdemanagement o.ä. erhöhen den Kundenservice.
  • Kommentarfunktionen eignen sich besonders für einen direkten Dialog.
  • Aktueller, zielgruppenrelevanter Content motiviert zu regelmäßigen Besuchen und erhöht die Kundenbindung.
  • Schnelle, authentische, ungefilterte und direkte Kommunikation mit wichtigen Stakeholdern.
  • Regelmäßige Beiträge bringen gute Rankings in Suchmaschinen.
  • Aufbau und Betrieb sind in der Regel schneller und kostengünstiger als bei herkömmlichen Kommunikationskanälen bei vergleichsweise hoher potenzieller Reichweite.

Nachteile und Risiken:

  • Die hohe Reichweite und rasante Verbreitung ist vor allem bei negativen Informationen von höchster Brisanz. Jedes Unternehmen kann zur Zielscheibe werden; der richtige Weg, einzugreifen, ist oft schwer zu finden. Eine teure Lektion haben hier bereits Anbieter wie Jamba und Kryptonite gelernt
  • Motivation zum Bloggen ist häufig Anerkennung, sehr oft aber auch Frust oder Ärger über Produkte, Services, Arbeitgeber.
  • Durch Verlinkungen verbreiten sich vor allem negative Informationen rasend schnell
  • Durch Kommentare und Trackbacks stehen Blogeinträge dauerhaft weit oben in den Suchmaschinenrankings, oft noch vor dem Unternehmen selbst.
  • User erwarten tägliche Updates und schnelle Reaktionen. Gerade in großen Konzernen ist dies aufgrund interner Kommunikationsstrukturen eher schwierig realisierbar.

Was ein Unternehmen tun kann, um in der Blogosphäre zu überleben und auch mit schlechter Publicity umzugehen, hat Klaus Eck in seinem Beitrag "7 Tipps für ein erfolgreiches Business Weblog" zusammengefasst und auch Sascha Langner hat einige hilfreiche Empfehlungen zum nachhaltigen Umgang mit Bloggern.

Montag, 2. Januar 2006 20:57 Uhr

Open Source Marketing - ein Definitionsversuch

Von Inga ein Kommentar

„The future is open source everything“(Linus Torvalds)…

… und so macht die Open Source Bewegung auch vor dem Marketing nicht halt. Was genau sich hinter dem Begriff des Open Source Marketing verbirgt ist derzeit noch schwierig zu konkretisieren. Hauptumschlagplatz für Informationen zu dem Thema ist zunächst natürlich das Internet. Eine eindeutige Definition des Begriffes hat sich bislang aber noch nicht etabliert und so ist von einer Vielzahl verschiedener Begrifflichkeiten die Rede, die alle auf sehr ähnlichen oder gar identischen Grundlagen aufbauen.

Bevor man sich mit dem Begriff an sich befasst, ist es wichtig, sich mit der Ausgangsituation vertraut zu machen, die ein neues Marketing-Konzept überhaupt erst nötig macht. Kurz zusammengefasst stellt sich diese wie folgt dar: der emanzipierte Verbraucher gewinnt, unterstützt durch neue Medien, die es auch dem Laien möglich machen, seine Meinung weltweit kundzutun, zunehmend an Macht. Er hat das Bedürfnis, sich aktiv einzubringen und will an wichtigen Entscheidungen teilhaben. Diese Stoßrichtung wird unterstützt durch die rasante Entwicklung der neuen Medien (allen voran das Internet), die es ermöglichen, Informationen schnell, jederzeit, für jeden verfügbar zu machen. Die Märkte, auf denen es zu agieren gilt, reagieren immer schneller, sind voller Informationen, sind zunehmend transparent und global. Der moderne Marketer muss all diese Voraussetzungen und ihre Auswirkungen auf seine Marke erkennen und entsprechende Strategien entwickeln, um erfolgreich zu bleiben. Für ein modernes Marketing bedeutet dies die Einbeziehung des Kunden in den gesamten Marketingprozess. Der Konsument soll sich freiwillig an der Gestaltung und Führung der Marke beteiligen (können). Der Marketer seinerseits muss lernen, die Kontrolle über die Marke vertrauensvoll in die Hände der Verbraucher zu geben.[1]

(Klassisches) Marketing definiert sich als die systematische Ausrichtung aller unternehmerischen Aktivitäten auf die Abnehmer. Erweitert man diese Definition schließt das Marketing auch alle Planungs- und Gestaltungsmaßnahmen mit ein, durch die Austauschprozesse zwischen dem Unternehmen und seinen Marktpartnern angeregt werden.[2] Vor diesen Hintergründen bedeutete das für das Open Source Marketing, dass alle Planungs- und Gestaltungsprozesse, die Austauschbeziehungen anregen, nicht nur auf die Marktpartner ausgerichtet werden, sondern an sie weitergereicht und von ihnen aktiv beeinflusst werden (können).

Besonders zu berücksichtigen ist eine klare Trennung zwischen dem Instrument Werbung/Promotion und der ganzheitlichen Betrachtung des Marketings. Denn wie das klassische Marketing mit Werbung, so wird auch Open Source Marketing oftmals mit Open Source Advertising (großer Dank für diesen Denkanstoß an Martin Oetting[3]) gleichgesetzt. Doch so wie Marketing nicht gleich Werbung ist, ist auch Open Source Marketing nicht gleich Open Source Advertising, sondern setzt sich aus den vier Elementen des Marketing-Mix zusammen:

  • Die Produktentwicklung soll nicht mehr fern vom Kunden in F&E - Abteilungen stattfinden, sondern vielmehr von unten heraus, vom Kunden entsprechend seinen Bedürfnissen und Wünschen initiiert werden. (Schlagworte im Sinne des OSM wären hier Consumer Driven Innovation, Demokratisierte Innovationsprozesse)
  • Freie Preisgestaltung, innerhalb derer der Kunde festlegen kann, was ihm das Produkt/die Marke wert ist. (Free Pricing[4])
  • Einbeziehung des Kunden bei Fragen der Distribution.
  • Freigabe der Marketing-Materialien unter einer Creative Commons Lizenz, die Weitergabe und Weiterentwicklung ermöglicht und so Auslagerung des Promotion - Prozesses an den Kunden. (Consumer Generated Media, Viral Marketing, Word-of-Mouth-Marketing, Consumer Generated Content)

Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser Elemente ist ein freier Austausch von Informationen und die Verfügbarkeit aller Daten für alle. Der Marketer muss die Kontrolle über seine Marke aufgeben und dafür freie Nutzung und Weiterentwicklung der Marke durch den Kunden ermöglichen. Damit werden die Grenzen zwischen Kunden und Unternehmen fließend, was eine gegenseitige Vertrauensbasis schafft, die wiederum vor Manipulation schützt.

Unternehmen können diesen Trend nicht aufhalten und sollten daher frühzeitig proaktiv mit ihren jeweiligen Zielgruppen interagieren. Möglichkeiten hierzu bieten die neuen Medien selbst: Weblogs, Communities, Lizenzen, Foren, Chats, ...

[1] Studien zur Entwicklung der Verbrauchergewohnheiten / Internetnutzung / etc.:
Wired: The Lost Boys
EIAA: Media Consumption Study
gfk: Werbeklimastudie 2006
SevenOne Media: TimeBudget 12
[2] Absolutes Must-Have für den BWL´er:
Schneck, Ottmar (2005): Lexikon der Betriebswirtschaft
[3] Martin Oetting auf ConnectedMarketings.de zum Thema
"Open Source Marketing vs. Open Source Advertising, und die Blowfly Biermarke"
[4] Literaturtipp hierzu:
Godin, Seth: Free Prize Inside! (persönlich noch nicht gelesen, aber bereits geordert)
[5] Super Überblick zum Thema bieten:
Cherkoff, James: What is Open Source Marketing
Langner, Sascha: OSM - ein schlafender Riese erwacht (Teil 1 + 2)
Blogs zum Thema:
Collaborate Marketing von Johnnie Moore and James Cherkoff
ConsumerEmpowerment.com von Dr. Paul Marsden und Martin Oetting
Church of the Customer Blog von Ben McConnell & Jackie Huba
ConnectedMarketing.de von Martin Oetting

Mittwoch, 28. Dezember 2005 21:40 Uhr

Open Logo Project von Spreadshirt

Von Inga 4 Kommentare

Der online-Shop Spreadshirt hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, um der alten Spreadlady des bisherigen Logos auf Wiedersehen zu sagen. Ganz nach Open Source Manier kann beim Open Logo Project hier jeder seine Vorschläge bis zum 21.02.2006 einreichen. Als Gewinne winken 5.000 € und ein Sachpreis für den Erstplatzierten.

Mittwoch, 28. Dezember 2005 21:22 Uhr

Lizenzmodelle - von GPL bis Creative Commons

Von Inga 0 Kommentare

Heute habe ich einen ganzen Tag der Frage nach Möglichkeiten zur Lizenzierung auf Open Source Basis gewidmet.

Generell ist natürlich klar, dass es auch beim Thema Open Source Bedarf an rechtlichen Grundlagen gibt, auf die sich Urheber und Nutzer stützen können. Im klassischen Sinne werden Werke aller Bereiche mit Lizenzen urheberrechtlich vor dem Ge-/Missbrauch durch unbefugte Personen geschützt. Die klassische Lizenz definiert sich als „die Überlassung von (Schutz-)Rechten eines Dritten (Lizenzgeber) an den Lizenznehmer, der das Recht dadurch nutzen kann (…). Für die Nutzung wird der Lizenznehmer i.d.R. eine pauschale oder preis- und/oder mengenabhängige Lizenzgebühr an den Lizenzgeber entrichten.“ Diese Definition beschränkt die Rechte des Lizenznehmers bei der Nutzung eines Rechtes oder Werkes bzw. macht seine Rechte abhängig von einer Gegenleistung. Im Gegensatz hierzu wurden für Open Source Projekte Lizenzen geschaffen, welche dem Nutzer zusätzliche Rechte im Umgang mit einem Werk einräumen anstatt ihn einzuschränken.

Vorreiter der Open Source Lizenzen im Softwarebereich war die bereits 1989 veröffentlichte GNU General Public License (GPL), die auch heute noch als das Standardwerk für Open Source Software Lizenzen eingesetzt wird. Ziel ist es hierbei eben jene Einschränkung der klassischen Lizenzen aufzuheben und dem User die folgenden vier Freiheiten einzuräumen:

  • Das Programm darf für jeden Zweck ohne Einschränkung ausgeführt werden.
  • Der Quellcode darf studiert und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.
  • Das Programm darf kostenlos kopiert werde.
  • Das veränderte Programm darf kostenlos verbreitet werden.

Einzige Bedingungen, die sich an diese Freiheiten knüpfen sind die Offenlegung des Quellcodes bei Weitergabe/Veränderung des Werkes, sowie die Forderung, dass Derivate ebenfalls unter die GPL fallen. Unter strenger Einhaltung dieser Bedingungen ist damit die Freiheit der GP-lizenzierten Software langfristig gesichert. Eine weitere Besonderheit der Open Source Lizenzen ist, dass sie vom User nicht zwingend akzeptiert werden müssen, da sie ja lediglich zusätzliche Rechte einräumen, nicht aber vorhandene einschränken.

In Anlehnung an die Lizenzierung von Open Source Software haben sich auch in anderen Bereichen Modelle entwickelt, die den Umgang mit Werken aus Musik, Wissenschaft, Literatur, Film, Fotografie uvm. regeln. Weit verbreitet ist hier die Creative Commons (CC) License: seit 2002 bietet die non-profit Organisation Creative Commons verschiedenen Lizenzmodelle an, innerhalb derer Einschränkungen des klassischen Copyright aufgehoben werden können, um Marketing-Materialien auch für kommerzielle bzw. öffentliche Nutzung zugänglich zu machen. Je nach Bedarf des Urhebers gibt es starke Abstufungen der Freiheitsgrade: von Lizenzen, die sich kaum vom völligem Vorbehalt der Rechte (Copyright) unterscheiden, bis hin zu Lizenzen, die das Werk in die Public Domain stellen, bei denen also auf das Copyright völlig verzichtet wird.

Entsprechend der Open Source Definition regeln diese Lizenzen die namentliche Nennung des Urhebers, Nutzungsrechte sowie Fragen bezüglich Veränderung und Weitergabe des Werkes. Der Urheber hat bei der CC Lizenz die Wahl:

  • Attribution: alle Rechte gehen an den Nutzer unter der Bedingung der Nennung des Urhebers bei Weiterverbreitung
  • Noncommercial: alle Rechte gehen an den User; eine kommerzielle Nutzung des Werkes ist aber untersagt
  • No Derivative Works: eine Nutzung des Werkes ist nur in seiner Ursprungsfassung er-laubt
  • Share Alike: Nutzung, Verbreitung und Veränderung des Werkes ist nur unter gleichen Lizenzbedingungen erlaubt wie die des Ursprungswerkes.

Neben diesen Standardlizenzen existieren auch spezifischere Modelle, wie die Music Sharing License oder die Developing Nations License, die Nicht-Industriestaaten Derivate jeder Art erlaubt.

Beispiele für die Nutzung von Lizenzen:

Flickr beispielsweise ist derzeit beliebteste Datenbank im Netz zum Archivieren, Suchen und Austauschen von Fotografien. Der User hat dabei die Möglichkeit, seine Bilder privat zu verwalten oder öffentlich zugänglich zu machen, wobei bei Letzterem verschiedene Modelle der CC Lizenz zur Anwendung kommen. Das Ziel hinter dem Portal ist es, möglichst vielen Menschen Zugang zu vorhandenem Bildmaterial zu schaffen und Austausch und Verbreitung der Bilder zu forcieren.

Das open-access Medizin Journal PLoS hat alle seine Forschungsbeiträge unter die Creative Commons Attributions License gestellt, d.h. jedem ist eine freie Verwendung der Informationen erlaubt unter der Bedingung der Urhebernennung.

Ein spezielles Lizenzprojekt hat im April der britische Radio- und TV-Sender BBC gestartet: über die Creative Archive License Group möchte man in Kooperation mit Channel 4, the bfi und der Open University den Usern unbeschränkten Zugriff auf Bild-, Text- und Videoarchive ermöglichen. Eigens für dieses Projekt wurde die Creative Archive License entworfen, die Bestandteile der CC Lizenz um die Forderung nach respektvollem Umgang mit den Inhalten ergänzt und zunächst die Lizenzrechte auf das Vereinigte Königreich begrenzt.

Firefox setzt natürlich auf die Lizenzierung der Community Beiträge durch CC.

Bei der Umsetzung der Lizenzmodelle im Bereich des kommerziellen Open Source Marketing hat sich die Verwendung allerdings noch nicht so sehr durchgesetzt. So gehen beispielsweise bei Kampagnen wie dem Open Logo Project von Spreadshirt oder der ConverseGallery alle Urheberrechte vom Teilnehmer auf das jeweilige Unternehmen über.

Anhang: Eines der wohl bekantesten Beispiele - hätte ich an dieser Stelle beinhae schon vergessen - ist natürlich die Wikipedia, die unter der GNU Free Documentation License freies Kopieren, Verändern und Verwenden erlaubt.

Freitag, 16. Dezember 2005 14:11 Uhr

I Love My Mac - The Song

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Schon etwas älter zwar, aber heute bin ich über das Church of the Costumer Blog auf folgende Aktion zum Consumer Generated Content des MacCompanion Magazine gestoßen:

Das Magazin hatte im Februar vergangenen Jahres einen Wettbewerb ("Macintosh Glory Laud and Honor Contest") ausgeschrieben, innerhalb dessen Fans Love-Songs über den Mac komponieren und einsenden sollten. Den ersten Preis erhielt schließlich die Kanadierin Daphne Kalfon-Campbell mit ihrem Song "I Love My Mac". Der Titel wurde auf den Internet Seiten des MacCompanion Magazine sowie in der Online Community www.macjams.com gepostet und hatte schnell eine große Fangemeinde.
Für den Song gibt es mittlerweile eine eigenen Website[1], Übersetzungen ins Deutsche und Schwedische (Japanisch und Italienisch - coming soon) sowie ein Video (das allerdings eher unprofessionell und lieblos gestaltet wurde).
Darüber hinaus wurde der Song jetzt sogar auf CD aufgenommen und geht als Beilage mit dem Mac Addict´s Magazine über den Ladentisch.

Alles in allem eine nette Aktion, die mal wieder zeigt, wie viel Zeit und Mühe ein überzeugter Konsument in sein Produkt zu investieren bereit ist! Und den Song sollte man sich wirklich mal anhören - unbedingt auch die deutsch Übersetzung, hier ein kleiner Auszug:

„Immer wenn ich ein Gerät anschliessen will
wird es auch sogleich erkannt
ich muss nicht hoffen und beten zum heiligen Bill [Gates]
ich schliess es einfach an
und ich komme viel schneller voran
und bin so happy wie ich nur kann
ich lieb meinen Mac
weil er so zuverlässig ist, so praktisch und so super schön
oh er ist einfach wunderbar…“

Sonntag, 11. Dezember 2005 23:02 Uhr

The Future is Open Source Everything

Von Inga 0 Kommentare

Heute habe ich einen weiteren Punkt meiner Arbeit abgehandelt über den Ursprung des Open Source Gedankens. Ich muss dazu vorweg sagen, dass ich einen ganzen Nachmittag zunächst damit verbracht habe, mir eine literarische Grundlage für dieses Kapitel zu beschaffen. Denn obwohl ich schnell im englischen wikipedia - open source fündig geworden war, wollte ich doch noch Primärliteratur, auf die ich mich stützen kann. Und so fand ich nach einigem Suchen ein sehr hilfreiches Online-Buch des Mitbegründers des Open Source Begriffes Tim O'Reilly: Open Source - kurz & gut sowie die original Open Source Definition der Open Source Initiative. Diese Grundlagen habe mir dann auch letztlich genügt, um einen wie ich finde passablen Text zu kreieren:

Der Open Source Begriff hat seinen Ursprung im Bereich der Software unter anderem in Projekten wie Linux, Open Office, Apache oder Mozilla. Er wurde definiert im Jahr 1998, als Netscape seine Pläne bekannt machte, den Source Code seines Browsers Mozilla im Internet offen zu legen. Dieses Vorhaben, der Boom des Linux Betriebssystems sowie die Tendenz der Softwarebranche, sich Open Source Technologien zu öffnen, machte eine konkrete Bestimmung des Begriffes Open Source notwendig.

Der Gedanke an sich war nichts Neues: bereits seit 1960 wurde die meiste Software bereits als Open Source Software entwickelt. Mit dem Open Source Begriff wollten die Schöpfer (u.a Tim O'Reilly) vor allem eine klare Definition der so genannten freien Software (engl.: free = frei / kostenlos) bewirken, um unmissverständlich auszudrücken: frei nicht im Sinne von kostenlos zur Verfügung stehend, vielmehr frei im Sinne der Freiheit der Wissenschaft. Umgesetzt im Bereich der Software heißt das, die Verbreitung des Quellcodes einer Anwendung mit dem Ziel einer gemeinschaftlichen Weiterentwicklung. Open Source beruht auf dem Recht, den Code des Programms nicht nur lesen, sondern ihn darüber hinaus verändern und das Original und/oder den veränderten Code auch Dritten zugänglich machen zu dürfen.

Um klare Standards und Voraussetzungen für Open Source festzusetzen generierten die Urheber zusammen mit Entwicklern weltweit eine Open Source Definition, basierend auf den bereits bestehenden Debian Free Software Guidelines für freie Software. Danach gibt es 10 Forderungen an eine Open Source Lizenz:

  1. Die Lizenz muss eine freie Weiterverbreitung der Software ermöglichen. Lizenzgebühren oder andere Beiträge sind nicht erlaubt.
  2. Der Quellcode muss im Programm beinhaltet, sowie verständlich geschrieben sein und eine Verbreitung ermöglichen.
  3. Aus dem Programm abgeleitete Werke müssen unter die gleichen Lizenzbedingungen fallen können wie der Quellcode selbst.
  4. Die Lizenz muss die Verbreitung der Software ausdrücklich erlauben, darf aber die Unversehrtheit des Originalcodes fordern (bspw. durch Abspeichern der veränderten Version unter anderem Namen).
  5. Eine Diskriminierung von Personen oder Gruppen ist ausdrücklich untersagt.
  6. Eine Einschränkung der Benutzung auf bestimmte Bereiche ist untersagt.
  7. Die Lizenz verbreitet sich automatisch auf alle, die das Programm erhalten haben.
  8. Die Lizenz darf nicht ausschließlich für ein bestimmtes Produkt, als Teil einer Softwaredistribution, gelten.
  9. Die Lizenz darf andere Software nicht beeinträchtigen
  10. Die Lizenz muss kompatibel mit anderen Techniken sein.

Aus diesem Modell ergeben sich für die Weiterentwicklung eines Programms wesentliche Vorteile. So können die Kräfte einer weltweiten Entwickler Community genutzt werden, um Innovationsprozesse zu beschleunigen und die Qualität der Programme zu verbessern. Die Entwickler stellen ihr kreatives Schaffen der Allgemeinheit zur Verfügung mit der Motivation, Einfluss auf Gestaltungsprozesse zu nehmen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Dieser Hintergrund inspiriert zunehmend auch andere Bereich zu mehr Transparenz und Freiheit. So stellt man sich heute nicht mehr nur in der Softwarebranche der Herausforderung Open Source:

Open Cola ist ein Projekt im Bereich der Lebensmittelindustrie. Das lange gehütete Geheimnis der Cola Rezeptur liegt in den Händen von Coca Cola und Pepsi; Open Cola macht es dem User möglich, das Rezept eines Cola-ähnlichen Getränkes einzusehen und zu modifizieren.

Open Beer: Blowfly ist ein australischer Biervermarkter, dessen Geschäftskonzept auf Open Source aufbaut. Die Kunden können hier neue Rezepturen vorschlagen sowie eigene Flaschendessins ordern. Motivation hinter dem Projekt ist vor allem ein Aufbegehren gegen die Konzentration des australischen Biermarktes auf zwei namhafte Brauereien.

Open Medicine: Auf den Seiten der Public Library of Science (PLoS) nutzen amerikanische Forscher das Open Source - Prinzip für die Entwicklung pharmazeutischer Produkte gegen Tropenkrankheiten und dezentralen Erfahrungsaustausch.

Wikipedia ist ein einzigartiger Wissenspool mit über 300.000 deutschsprachigen Artikeln, allesamt verfasst und überwacht von freiwilligen Autoren.

Die genannten Beispiele sind nur eine Auswahl dessen, was sich über die Zeit im Bereich des Open Source bereits getan hat. In Zukunft werden noch zahlreiche Beispiele hinzukommen:

The future is open source everything
(Linus Torvalds)

Mittwoch, 7. Dezember 2005 23:08 Uhr

Viele Begriffe und doch dasselbe?

Von Inga 2 Kommentare

Eine genaue Definition des Begriffes Open Source Marketing habe ich bislang leider noch nicht gefunden. Nicht einmal auf Wikipedia, wo man doch fast schon zu allem, allem voran moderne Begrifflichkeiten aus dem Beriech der digitalen Medien, Informationen findet.

"Open Source Marketing" - auch dort nicht per definitione auffindbar. Daher ist es nicht unnütz, zu wissen, hinter welchen Begriffen sich synonyme oder ähnliche Definitionen verbergen. Und interessant auch die Frage, welcher dieser Begriffe sich letztlich durchsetzen wird. Aus meinen Rechercheerfahrungen kann ich bislang sagen, dass der Begriff Open Source Marketing hauptsächlich natürlich auf Blogs und in Online-Artikeln vorkommt. In analogen Medien hat sich dieser Begriff noch nicht bewährt. Hier schwankt man also zwischen verschiedenen Bezeichnungen, die aber letztlich alle auf das Eine hinauslaufen werden:

Der emanzipierte Kunde nimmt zunehmend Einfluss auf Marketing und die Markenführung. Verbrauchergenertierte Marketing-Maßnahmen sind authentischer, glaubwürdiger und ehrlicher.

Hier eine Auswahl an Synonymen:

Google-Hits Bezeichnung
  • ~ 65.500.000 Open Source Marketing
  • 13.100.000 Citizen Marketing
  • 11.400.000 Democracy Marketing
  • 259.100 Brand Democratisation
  • 18.900 Consumer Empowerment
  • 105 Bürgermarketing
  • 66 Markendemokratisierung

Elemente, die innerhalb des OSM bedeutend sind:

  • Verbraucherapostel
  • Consumer Evangelists
  • Consumer Generated Content (CGC)
  • Consumer Driven Innovation (CDI)
  • Demokratisierte Innovationsprozesse
  • Free Pricing
  • Viral Marketing / Virales Marketing / Virus Marketing
  • Word-of-Mouth / Word-of-Mouse
  • Peer Generated Media (PGD)
  • Open Innovation
Dienstag, 6. Dezember 2005 23:01 Uhr

UK Linux & Open Source Award 2005

Von Inga 0 Kommentare

Zum dritten Mal in Folge verlieh das LinuxUser & Developer Magazin im Oktober den UK Linux & Open Source Award. In 16 Kategorien wurden am 5. Oktober 2005 in London die TOP-Player unter den Unternehmen, Produkten und Community Projekten im Bereich Open Source gekürt.

Gewinner in der Kategorie "Best Marketing Campaign" wurde die Community von Spread Firefox - Mozilla, die sich gegen The Learning Machine und Redhat durchsetzen konnte.

Herzlichen Glückwunsch!

Wer sonst noch gewonnen hat und weitere Infos zum Thema: http://www.linuxawards.co.uk/content/view/17/31/

Sonntag, 4. Dezember 2005 22:12 Uhr

Super Groups - König Kunde entwirft sein Produkt selbst

Von Inga 0 Kommentare

Aber bitte nur die Kreativen!

Je mehr ich über mein Thema versuche herauszufinden, über desto mehr interessante andere Themen stolpere ich. Heute zum Beispiel hatte ich einen spannenden Artikel [1] zur Hand, der sich mit dem Einsatz von Super Groups beschäftigte. Super Groups sind eine zurzeit noch v.a. in den USA und Großbritannien praktizierte Form der Fokusgruppen. Mit dem großen Unterschied, dass Super Grouper bereits im Vorfeld also der Produktentwicklung und Ideensammlung ins Spiel kommen. Ein Super Grouper zu werden ist nicht ganz einfach, mit Sicherheit aber ein sehr spannender "Job". Der Super Grouper muss sich zunächst einem aufwendigen Bewerbungsverfahren unterziehen und Kreativtests bestehen, bevor er an einem Workshop teilnehmen kann. Innerhalb eines solchen Workshops ist es Aufgabe der Super Group "einfach" drauflos zu "spinnen" und kreativ zu werden. D.h. es ist nicht wichtig, ob die Antworten oder Lösungen, die innerhalb des Workshops erarbeitet werden letztlich realisierbar sind, wichtig ist zunächst das Sammeln ALLER Ideen und Vorschläge als Grundlage für die spätere reale Marketingarbeit.

Dieses Verfahren stelle ich mir ungemein spannend und effizient vor. Erfolgreich umgesetzt hat dieses Konzept bspw. Jack Daniel´s mit den Alcopop-Variationen JD Gold und JD Black in Kooperation mit der Agentur Research International.

[1] Wieking, Klaus: Denken, spinnen, Regeln brechen. In: Werbung & Vertrieb.

Donnerstag, 1. Dezember 2005 21:09 Uhr

Open Source Marketing - ein erster Gliederungsversuch

Von Inga 0 Kommentare

Um das Thema in seinem vollen Umfang zu erschließen und generell auch einen Überblick zu behalten, steht am Anfang einer jeden wissenschaftlichen Arbeit natürlich zunächst mal das Erarbeiten einer sinnvollen Gliederung. Man hat mir gesagt, dass dieses Unterfangen i.d.R. das längste an der ganzen Arbeit ist (also natürlich im Verhältnis zum Umfang). Das kann ich so nicht bestätigen: Meine Gliederung stand grob in zwei Tagen und in der derzeitigen Form dann noch mal nach wenigen Stunden. Natürlich wird sich hier noch das ein oder andere ändern: Überschriften umformulieren, Punkte tauschen streichen ergänzen - das wird sich mit der Zeit entwickeln. Aber das Gerüst steht schon mal und ist die Basis meiner bisherigen Recherchearbeiten.

Sehr weitergeholfen bei der Strukturierung hat mir hier ein Artikel von Sascha Langner (Internet Marketing Magazin - marke-x) mit dem viel versprechenden Titel: Open Source Marketing - ein schlafender Riese erwacht (Teil I und II).

Hier wird anschaulich die Thematik des OSM umrissen: Hintergründe, Erfolgsregeln, Ideen sowie Vorteile und Kritik an dem neuen Konzept. Als Paradebeispiel gilt hier wie auch an zahlreichen anderen Stellen im Netz Musterknabe Mozilla Firefox. Aber auch Beispiele aus dem klassischen Konsumgüterbereich werden genannt wie etwa die Burger King Kampagne oder die virale Marketingkampagne der Marke k-ffee.

Alles in allem ein gelungener Überblick zum sanften Einstieg ins Thema.

Ein kurzer Abriss…

Auf der langen Suche nach einem Thema für meine Diplomarbeit habe ich mich nach tiefgründigen Überlegungen endlich für ein wirklich spannendes (und wie ich finde wunderbar gut klingendes) Thema (Danke an Martin für diesen Tipp - mal sehen, ob ich immer noch so positiv denke, wenn ich erstmal wirklich schreibe) entschieden:

OPEN SOURCE MARKETING - Analyse und kritische Betrachtung eines neuartigen Marketing-Konzeptes

Diese Thematik ist zwar noch relativ neu - zumindest für alle, die sich nicht so tief greifend mit dem Internet und damit einhergehenden Technologien und neuen Möglichkeiten beschäftigen - aber gerade dieses Argument sprach auch schwer dafür, dass ich mich im Rahmen meiner Abschlussarbeit mit dieser neuen Marketing-Konzeption beschäftigen wollte.

Guten Mutes habe ich also meine Diplomarbeit am 20. Oktober angemeldet und stecke jetzt quasi mitten in den Recherche-Arbeiten (Abgabetermin: 20. März!). Das wiederum bedeutet derzeit viel Surfen im Netz, endloses Hamstern von Büchern aus zahlreichen Bibliotheken (von denen die wenigsten wohl wirklich sinnvoll sind, aber viele Bücher machen ein besseres Gewissen) und ein permanent schlechtes Gewissen, wenn man mal nicht neuen Lesestoff verarbeitet - that's life!

Und hier kommt jetzt auch dieser Blog ins Spiel: Da es wie gesagt noch ein recht junges Thema ist, und das Internet ja bekanntlich immer wieder endlos weitergeht und ein Link dem nächsten folgt und man sich superschnell verlieren kann und weil es noch nicht so viele validen Quellen gibt und weil ich viele Beispiele brauche und… , hoffe ich auf diesem Wege auf etwas Unterstützung und produktiven Meinungsaustausch, der mir bei meiner Arbeit weiterhilft… und natürlich werde ich über meine laufenden Fortschritte berichten (vielleicht ist das für mich Motivation und Antrieb zugleich).