Eigentlich hab ich ja nix schwieriges vor. Ich will einfach ein Family-Video, was ich mit meinem Camcorder an Weihnachten gedreht habe, ein wenig mit Musikunterlage, Titeleinblendung und 1,2 Schnitten für die Verwandten auf DVD brennen und verschicken.
Dazu: Camcorder an den PC via USB angeschlossen und die erste Enttäuschung. Das Gerät wird zwar wie eine Digitalkamera oder ein MP3 Spieler als eigenes Laufwerk ("Massenspeicher") erkannt, aber ich kann die Files nicht einfach runterziehen - die sind dann nicht abspielbar. Was muss ich tun? Die tolle Canon-Software installieren, die am Ende in total hässlichem GUI nix anderes kann, als Dateien vom Camcorder als AVI auf die Festplatte zu übertragen.
Hmpf, nun ist alles auf der Platte. Zum Bearbeiten der Videos ist natürlich keine Software dabei - aber dafür gibts ja den Moviemaker. Klar, das ist nicht die Profisoftware, aber sowas wie Adobe Premiere besitze ich erstens nicht und zweitens will ich ja nicht den Profilfilm schneiden sondern nur ein paar Szenen zusammenklicken. Also zack, den Vista Windows Movie Maker gestartet und easy alles edititiert. Das Programm scheint echt gut zu sein... aber nein, der Schein trügt :-(
Denn: Nachdem alles stimmt und ich "Veröffentlichen" -> "Auf DVD" klicke, startet der Windows DVD Maker, der sofort grundlos abstürzt. Auch Versuch 2, 3, 4 und 5 misslingen. Reboot bringt auch nix. Verzweiflung macht sich breit.
Was bleibt? "Veröffentlichen" -> "Auf Festplatte". Okay, das klappt wenigstens. Aber: Die coolen Funktionen zur Kapitel- und Menüerstellungen kann ich so nicht nutzen und: Mein Video ist plötzlich im 4:3 Format, allerdings gepresst. Die Cam war nämlich 16:9 und hat auch alles 16:9 aufgenommen. Und im Movie Maker gibt es nirgends ne Einstellung, in welches Format ich denn überhaupt exportieren will.. Ahg! I like the weekend
Fazit: Mit Digicams, MP3-Spielern und ähnlichem hat man ja heute keine großen Probleme mehr - aber das mit den Videos ist echt noch ein Feld mit Potential zur UX-Steigerung.